Samstag, 21. November 2009

Bilder von unserer Wohnung




So nach 3 Monaten kommen endlich mal Bilder von unserer Wohnanlage:
Der Pool, den man sieht ist einer von 3en, dann ham wir noch einige Jakuzzis, Dampfbad, Fitnessraum und und und.
Und unsere Wohnung ist auch super.

Sonntag, 15. November 2009

So.
Bilder dieses Mal am Ende, und sehr viele!

Zuerst muss ich mich entschuldigen, dass ich nun fast einen Monat nichts von mir hören hab lassen, allerdings gabs auch wenig zu berichten. Ich habe viel gearbeitet, sprich des öfteren mal länger als 8 Uhr auf der Arbeit geblieben, und am Wochenende eher was ruhiges gemacht. Dafür war dieses wochenende was ganz anderes. Wir sind zum ersten Mal nach Indonesien, sprich Yogyakarta (nein, nicht Jakarta) gefahren. Yogyakarta ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes und hat um die halbe Millionen Einwohner und gleichzeitig die höchste Einwohnerdichte Südostasiens. Wie das Möglich ist, habe ich nicht ganz verstanden, weil es da kein Hochhaus gibt. Das höchste Haus hat villeicht 8 Etagen und ist eine Mall. Die Menschen leben dort mehr oder minder Wellblechthütten, auch wenn sie gemauert sind. Indonesien ist nunmal ein dritte Welt Land und das kann man an jeder Ecke spüren.

Jedenfalls war unser Hauptziel in Yogyakarta Tempel, einen Vulkan und eine Obstplantage zu besichtigen. Um die Stadt herum gibt es zwei Tempelanlagen, Borobudur und Prambanan, die beide zum Unesco Weltkulturerbe gehören. Borobudur ist zugleich einer der grössten Buddhistischen Tempel der ganzen Welt und Prambanan (eine hunduistische Tempelanlage) ist mehr als 1100 Jahre alt. Beide werden aber, da Indonesien ja bekanntlich Erdbebengebiet ist, immer wieder zerstört und werden dann in Mühseliger Handarbeit wieder aufgebaut. Der Vorteil dabei ist, dass die Tempel meistens aus grossen Steinen bestehen die einfach aufeinander gestapelt werden und mit Nut und Feder zusammengehalten werden. Vor allem an den Reliefen, die zuerst bei beendigung des Tempels in den Stein gemeisselt wurden, kann man erkennen, dass die Tempel mehrfach wieder aufgebaut wurden, da die Lienien meistens nichtmehr 100% ineinander übergehen, sondern etwas verschoben sind.

Kurz zu den Religionen:
Der Buddhismus ist aus dem Hinduismus hervorgegangen. Die Buddhistischen Tempel kann man also an den Buddha Statuen erkenne, die wie auf den Bildern von Borobudur zu erkennen, in unzählbarer Menge auf dem ganzen Tempel verteilt sind. Under jeder GLocke, die auf den Bildern zu sehen ist, ist jeweils eine Buddha Statue versteckt und auch aussen an den Mauern findet sich einige, teils zerstörte, teile erhaltene Statuen.

Im Hinduismus dagegen betet man zu mehreren Göttern. In einem vorherigen Beitrag habe ich Ganesha bereits erwähnt, den Sohn Shivas (der oberste Gott im Hinduismus) die beide zu diesen Göttern gehören.

Jedenfalls haben wir viele Bilder geschossen und die Tempel eingehend betrachtet.

Neben den beiden grossen Anlagen sind wir noch zwei deutlich kleinere Anlagen beichtigen gewesen und haben uns im Anschluss auf eine Obstplantage begeben. Angebaut wurde dort Salak. Salak wächst an einer Kakturartigen Pflanze nahe am Boden, die braunen Knollen mit der Schlangenhaut.
Ja wie soll man den Geschmack beschreiben: Eine Konsistenz wie Maronen und ein Geschmack, der in die Richtung von Kiwis geht, aber so genau kann ich das nicht zuordnen.

Ausserdem haben wir einen Vulkan besichtigt, den Mt. Merapi. Zuletzt im Jahre 2006 ausgebrochen und immernoch "Raucher" ist er der aktivste Vulkan in der aktivsten Region der Erde (was auch immer das heissen soll) und bot ein schönes Motiv für unsere Kameras. Vor allem die Zerstörerische Kraft des Vulkans ist unglaublich, wie man auf den Bildern sehen kann. Häuser, Menschen, Vegetation, einfach alles wurde unter der Masse begraben und vernichtet. Es war übrigens sehr angenehm mal wieder wirklich Ruhe zu haben. Hier in Singapur gibt es sowas nicht, Verkehr, Menschen etc.
Ich bin ein bisschen abseits alleine in den Dschungel gegangen um einen besseren Blick auf den Vulkan zu bekommen (den es leider nichtmehr gab) aber das war echt klasse. Wie gesagt, mal niemanden und nichts zu hören.

Sehr interessant waren auch die Einheimischen, die nach dem Ausbruch einfach wieder ihre Arbeit aufgenommen haben. Einer erzählte uns, wenn es losgeht einfach alles stehen und liegen lassen udn wegrennen. Viele haben kein Fortbewegungsmittel und sind in so einer Situation auf ihre Füsse angewiesen.



Zurück in der Stadt merkte man die Armut noch mehr. Alle Menschen wollten einem etwas verkaufen und als "weisser" war man sowieso die Attraktion schlechthin. Es ist übrigens unglaublich wie dort Auto (bzw Motorrad, extrem viele Motorräder sind da unterwegs) gefahren wird. Die Ampeln werden mehr oder weniger nur als Empfehlung gesehen und wenn einem einer zu nahe kommt, und das sind unglauliche 5 cm, wird eben mit einem "dezenten" Hupen auf seine Anwesenheit oder Absicht hingewiesen. Das habe cih noch nie gesehen, wie zielsicher die Leute ihre Auto dort beherrschen, da wird mit 5 cm Abstand überholt, während man selber noch von 2 Motorrädern gleichzeitig überholt wird. Und wenns zu eng wird hat man ja immernoch die Hupe. 4 Leute (ohne Helm) auf einem Motorrad sind übrigens auch keine Seltenheit. Das Motorrad als Familienfortbewegungsmittel.
Dennoch machen die Leute dort einen zufriedenen Eindruck von meinem subjektiven Standpunkt aus.

Samstag abend sind wir auf einem Tier/Vogelmarkt gewesen und haben von einem Mann eine sehr ausführliche Führung bekommen. Schlangen, Echsen, Kampfhähne, selbst Lemuren (es illegal die zu besitzen oder zu verkaufen) haben wir gesehen und sind anschliessend von dem Mann, als es schon dunkel war, zu dem Wasserpalast geführt worden. Ein Nachbar hatte einen Schlüssel udn hat uns eingelassen in die unterirdischen Gebetsräume der Sultanen vergangener Dynastien. Alles sehr unheimlihc, vor allem weil es dort durch die Armut nicht ganz ungefährlich ist, aber wir waren zu fünft. Jedenfalls war das alles sehr interessant, wir haben am Ende sogar noch sein zu Hause besucht, wo er uns seine Batik kunst vorgestellt hat (Yogyakarta ist anscheinend sehr bekannt für seine Batikkunst, weil es extrem viele Läden gibt, die Kleidung, Gemälde etc mit Batikkunst verkaufen) und wir haben uns mit 20.000 Rupien (ca. 1 euro 30 cent) bedankt.

Das Geld noch was wert da drüben (sagte einer meiner Mitbewohner). Jedenfalls bekommt man zum Beispiel bei McDonalds ein ganzes Menu für 1-2 Euro. Witzigerweise verkauft McDonalds dort drüben sogar Reis, wohl wegen der erhöhten Nachfrage in Indonesien. Und wir haben uns eine einstündige Fussmassage gegönnt. Kostenpunkt: 1,7 Euro...


Ausserdem haben Dominik und ich (beide 80 kg) und die anderen zu dritt in einer und von einem Rikscha Fahrer zu unserem Hotel (ohne Gepäck) fahren lassen. Die Rikscha ist fussbetrieben und ohne Gangschlatung. Ausserdem ging es noch derart Bergauf, dass der arme Kerl nach der Fahrt sowas von fertig war, dass wir ihm was mehr Geld als vereinbart (alle Preise werden da verhandelt, egal ob Ware aoder Dienstleistung) gegeben. Ich finde das schon hart, dass sich die Menschen dort drüben für einen Euro (was zugegebenermassen deutlcih mehr wert ist als in Deutschland) derart abrackern und wir als "dekadente" weisse Studenten das irgendwie ausnutzen. Ich habe edenfalls beschlossen keine Rikscha mehr zu fahren (der Kerl tat mir echt sowas von leid, ich hab zuerst gedacht der stirbt glich) und habe beschlossen, sollte ich nochmal eine Dienstleistung in Anspruch nehmen, mir zu vorher überlegen, ob die Arbeit dafür es wert ist, bzw ob ich denjenigen damit nicht in irgendeiner Weise ausnutze, nur weil mein Geld mehr wert ist oder weil ich in einem reichen Land geboren wurde.

Naja jedenfalls war es wirklich eine Erfahrung wert, mal ein dritte Welt Land (natürlich kann man das nciht mit ärmeren Ländern wie in Afrika vergleichen, aber für mich dennonch hart) gesehen udn gespürt zu haben.
Alles in allem war das ein schönes Wochenende!

Achso, dann noch ein Bild von dem Geld, das Domi und ich mitgenommen haben:
240€ = >3.000.000 Rupien
Und ein Bild von dem was man da so zum Beipiel an Stickern kaufen kann:
"Nazi Symbol" kombiniert mit dem Rolling Stones Logo.

So ausserdem gibt es zu berichten, dass am Montag mein "Behasa Melayu" Kurs anfängt, werde hier einen Malay-Sprachkurs machen. Was dabei am Ende bei rumkommt, weiss ich noch nicht, aber Indonesien sprich eine ähnliche Sprache und ist von der Population 4 grösstes Land der Erde. Also kann man sich hinterher mit einer Menge Leute unterhalten (hoffe ich zumindest).



Und noch ein Hallo von "Mr. Gecko", der sich unerlaubterweise in unserem Wohnzimmer aufgehalten hat.